Archiv der Kategorie: Allgemein

Lesung: Sineb El Masrar „Muslim Men“

Am 1. November 2018, 19 Uhr, liest Frau Sineb Al Masrar aus ihrem Buch über muslimische Männer, „was sie sind, und was sie wollen“. Am 16. Oktober hatte sie im Gespräch mit dem Deutschlandfunk Einblicke in die Konflikte geschildert. Heranwachsende sind von patriarchlischen Familienstrukturen geprägt und sollten sich davon befreien, damit das Zusammenleben in der hiesigen Gesellschaft klappt. Milli Görüş ließ gerichtlich durchsetzen, dass Passagen ihres Buches über die Emanziption geschwärzt wurden.

Frau Al Masrar (36-J.) veröffentlichte „Emanzipation im Islam“ (2016) und „Muslim Girls“ (2010), und ist seit 2006 für das multikulturelle Frauenmagazin „Gazelle“ tätig. Sie ist eine Botschafterin von Transaidency e.V.

Kurt-Tucholsky-Bibliothek

Rostocker Straße 32 b

10553 Berlin-Moabit

Gentrifizierung – Film und Diskussion am 4.5.18

zu der Veranstaltung in der Zunftwirtschaft:
Bei gut gefülltem Saal sahen wir einen launigen Film über die „Sorgen“ eines gutbetuchten Menschen, der in allen möglichen Ländern Immobilien kauft. Dieser ist sicher noch einer von der harmlosen Sorte: er will damit kein Geld machen, sondern nur wohnen. Und er ironisiert sich dabei auch noch selber. Ansonsten preist er die Vorteile vertikalen Bauens (huh, Hochhausschluchten sind mir ein Graus, selbst wenn ich sie nur mit dem Fahrrad durchquere – z.B die Rudi-Dutschke-Str., in der  sich die Abgase stauen). Im ersten Teil des Films werden allerdings die Probleme von MieterInnen in Zürich, vergleichbar mit unseren, anschaulich dargestellt.
Interessant war für mich dann v.a. die anschließende Diskussion mit Andrej Holm, der zum Schluß seiner Hoffnung Ausdruck gab, daß Berlin sich zu einer mieterInnenfreundlichen Stadt entwickeln wird. Der Optimist…! Allerdings habe Berlin beim Bund einige Initiativen eingebracht zur Verbesserung der Situation, d.h. zur Begrenzung des Mietenanstiegs. Einige Bezirke nehmen auch bereits die Möglichkeit des Vorkaufsrechts in Anspruch. Dies geht jedoch nur in ausgewiesenen Milieuschutzgebieten.
Das mindeste wäre in meinen Augen, die ganze Berliner Innenstadt als Milieuschutzgebiet anzuerkennen!

Eine Treppe zum Underground

Bis zum 6. Mai 2018 erinnert die Akademie der Künste am Hanseatenweg mit einer Ausstellung und einem Aufführungsprogramm an improvisierte Jazz-Konzerte. Vor 50 Jahren konnte Peter Brötzmann nicht in der Philharmonie auftreten, weil seine Band keine vorgeschriebenen schwarzen Anzüge besaß. Die Akademie der Künste bot ihm dafür bis heute ihre Bühne. Die Musiker gründeten 1969 die FMP (Free Music Production) für die Konzerte und den Schallplattenvertrieb. Im damaligen Westberlin trafen sich internationale Künstler. Auch mit Osteuropäern gelang die Zusammenarbeit. Daher empfängt die Ausstellung mit einer reichen Dokumentation über den musikalischen Underground, die von Lodz übernommen wurde. Die FMP Präsentation war für das Münchner Haus der Kunst zusammengestellt worden. Die Sammlung umfaßt Plakate, Fotos, Briefe, Schallplatten-Covers, Videos und über Kopfhörer angebotene Aufnahmen. Dienstags ab 15 Uhr ist der Eintritt kostenlos.

 

tolle Poller an der Emdener Str.

Seit Jahrzehnten fordern sehbehinderte Menschen, daß die (häßlichen!) grauen Poller, die an vielen Stellen im Weg stehen, einen farblichen Anstrich bekommen, der sie besser sichtbar macht. Und nun haben Scherzbolde auf der Turm-/Ecke Emdener Str. etliche Poller und Fahrradbügel mit leuchtend buntem Anstrich verschönt. Also, mir gefällt´s.
Aber die Berliner Woche nahm daran Anstoß, verfaßte sogar einen empörten Leitartikel und befragte dazu das Bezirksamt.  Dort gab man sich zwar gelassen, da ja die Farbe nicht die Funktion beeinträchtigt. Aber von der Journalistin gedrängt, sagte man zu, Strafanzeige zu erstatten – und auch die Farbe beseitigen zu lassen, damit die Aktion „keine Nachahmer findet“.
Haben die keine anderen Probleme?
Ich wünsche mir viele NachahmerInnen – laßt die Stadt bunter werden! Oder wer mag dieses öde Grau??? Wahrscheinlich die, die auch die Betonhaufen im Kleinen Tiergarten mögen.

Ausflug ins FHXBFriedrichshain-Kreuzberg Museum

Foto: Siesta commons

Die Freizeitgruppe des Moabiter Ratschlag lädt Sie ein:
Am 29.03.2018 besuchen wir das „FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum“,
Adalbertstraße 95 a,10999 Berlin.
Der Eintritt ist frei.
Wir treffen uns um 12,30 Uhr im Stadtschlosstreff Rostocker Str. 32 b, 10553 Berlin.
Bitte anmelden : Tel.  3908112-2
E-Mail: info@moabiter-ratschlag.de
www.moabiter-ratschlag.de

Wir freuen uns auf Sie!

Wochen gegen Rassismus 10.-25.3.18

Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus finden in Moabit und Wedding wieder mehrere Veranstaltungen statt. In Moabit z.B.

Foto: Miriam Guterland/ Mahnmal Levetzowstr.

16.3. 16h Führung über den Deportationsweg vom Mahnmal für die  ehemalige Synagoge, Levetzowstr.7-8, zum ehem. Güterbahnhof
20.3., 17 – 19h im Transaidency, Rostocker Str. 35: Auswirkung von Rassismus…auf die psychische Entwicklung
23.3. um 16h im Rathaus, BVV-Saal: Miss Daisy und ihr Chauffeur. Film
23.3. um 20h im Afrika-Haus: Film mit anschließendem Gespräch über May Ayim – Wissenschaftlerin und Poetin – eine schwarze Deutsche
19. – 25.3.  jeden Abend Theater X, Wiclefstr.32: Lei (d)tkultur?! Nein, danke!
das ganze programm unter sie waren nachbarn
www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de

Das Meerbaumhaus in Siegmunds Hof

Es liegt nur 500 m vom Hansaplatz entfernt. Das Meerbaum-Haus in Siegmunds Hof 20 ist ein wunderschöner Ort der Begegnung, Bildung und Kultur für alle. Die 1898 erbaute Stadtvilla wurde 1950 von den ehemaligen Besitzern, der Familie Hartmann,  der ev. Kaiser-Friedrich-Gedächtnis Gemeinde geschenkt. Heute gehört es zur fusionierten Kirchengemeinde Tiergarten, die es als Nachbarschafts- und Familienzentrum betreibt. Kürzlich ist das Meerbaum-Haus dem Verbund für Nachbarschaft und Selbsthilfe in Moabit  beigetreten.
Man kann beispielsweise dort am Dienstag Mittag preiswert in netter Gesellschaft essen, es gibt Konzerte und Ausstellungen, ich mache seit Jahren beim Töpfertreff mit und möchte deshalb hier besonders für diesen werben!
Mehr unter:
https://www.meerbaumhaus.de/

hohe Stickoxid-Belastung im Kleinen Tiergarten

Die Abendschau am 12.12.17 brachte einen eindringlichen Bericht über Messungen, die, im Auftrag des RBB von der TU im ganzen Stadtgebiet vorgenommen wurden. Dabei lag ausgerechnet der Kleine Tiergarten mit an der Spitze der belasteten Gebiete. Woran mag das wohl liegen?
Könnten die Ursachen darin liegen, daß massiv Büsche und Bäume abgeholzt wurden, die  Schutz bieten könnten, daß der Boden großflächig versiegelt wurde, so daß inzwischen weitere Bäume gefällt werden mußten, weil sie Schäden aufwiesen?
Und wie ist dann noch der Erholungswert einzuschätzen?

Abgasalarm: Stickoxidwerte in Berlin zu hoch

Akademie der Künste: Brecht und Benjamin

Ausstellung bis 28. Januar 2018
Dienstag Nachmittag Freier Eintritt

Die Akademie der Künste am Hanseatenweg in Moabit besitzt von beiden Autoren den Nachlass. Daraus wurde eine anschauliche Ausstellung konzipiert, die bislang großen Anklang in der regionalen und überregionalen Presse fand. Der Besuch lohnt sich. Außerdem finden dazu eine Reihe von Veranstaltungen statt.

Das historische Kulturdenkmal Arminiusmarkthalle

Im Dezember 1891 wurde die Arminiusmarkthalle hier in Berlin Mitte/Moabit als 10. Berliner Markthalle eröffnet. Damit hatte das aufstrebende Gewerbevirtel eine moderne Einkaufsstätte bekommen. In nur wenig mehr als einem Jahr Bauzeit wurde die Halle nach den Plänen des Stadtbaurats Blankenstein errichtet. Diese für damalige verhältnisse kurze Bauzeit wurde durch moderne Eisen-Konstruktionen mit vorgefertigten Bauelementen ermöglicht. Weiterlesen