Archiv des Autors: Claudia

Gentrifizierung – Film und Diskussion am 4.5.18

zu der Veranstaltung in der Zunftwirtschaft:
Bei gut gefülltem Saal sahen wir einen launigen Film über die „Sorgen“ eines gutbetuchten Menschen, der in allen möglichen Ländern Immobilien kauft. Dieser ist sicher noch einer von der harmlosen Sorte: er will damit kein Geld machen, sondern nur wohnen. Und er ironisiert sich dabei auch noch selber. Ansonsten preist er die Vorteile vertikalen Bauens (huh, Hochhausschluchten sind mir ein Graus, selbst wenn ich sie nur mit dem Fahrrad durchquere – z.B die Rudi-Dutschke-Str., in der  sich die Abgase stauen). Im ersten Teil des Films werden allerdings die Probleme von MieterInnen in Zürich, vergleichbar mit unseren, anschaulich dargestellt.
Interessant war für mich dann v.a. die anschließende Diskussion mit Andrej Holm, der zum Schluß seiner Hoffnung Ausdruck gab, daß Berlin sich zu einer mieterInnenfreundlichen Stadt entwickeln wird. Der Optimist…! Allerdings habe Berlin beim Bund einige Initiativen eingebracht zur Verbesserung der Situation, d.h. zur Begrenzung des Mietenanstiegs. Einige Bezirke nehmen auch bereits die Möglichkeit des Vorkaufsrechts in Anspruch. Dies geht jedoch nur in ausgewiesenen Milieuschutzgebieten.
Das mindeste wäre in meinen Augen, die ganze Berliner Innenstadt als Milieuschutzgebiet anzuerkennen!

Die Gentrifizierung bin ich

Zum Thema Gentrifizierung, von dem wir in Moabit besonders be-troffen sind, bringt  „Kino für Moabit“ am 4.5. einen Film (zu Gast der ausgewiesene Experte Andrej Holm)  und
vom 5. – 9.5. einige, zum Teil schon ältere, Videos.

4. Mai
DIE GENTRIFIZIERUNG BIN ICH. BEICHTE EINES FINSTERLINGS

CH 2018, R: Thomas Hämmerli
, 98 min
In diesem streitbaren personal documentary blättert der Schweizer Journalist seine eigene Entwicklung vom alternativen Hausbesetzer zum Immobilienbesitzer in verschiedenen Kontinenten auf.
Dass das Leben und Wohnen kein Zustand, sondern ein Prozess ist, bringt er deutlich zur Sprache – vom Kinderkriegen, Partnerwechsel, beruflicher Karriere bis zu vertikalem Bauen und gesellschaftlichen Stimmungslagen.
Gesprächsgast: Andrej Holm, Stadtsoziologe (Forschungsschwerpunkte Gentrification, Wohnungspolitik im internationalen Vergleich, Europäische Stadtpolitik)
Moderation:
Stefan Reinecke (taz)
Zeit und Ort
: 19h Zunftwirtschaft, Arminiusstr. 2

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tolle Poller an der Emdener Str.

Seit Jahrzehnten fordern sehbehinderte Menschen, daß die (häßlichen!) grauen Poller, die an vielen Stellen im Weg stehen, einen farblichen Anstrich bekommen, der sie besser sichtbar macht. Und nun haben Scherzbolde auf der Turm-/Ecke Emdener Str. etliche Poller und Fahrradbügel mit leuchtend buntem Anstrich verschönt. Also, mir gefällt´s.
Aber die Berliner Woche nahm daran Anstoß, verfaßte sogar einen empörten Leitartikel und befragte dazu das Bezirksamt.  Dort gab man sich zwar gelassen, da ja die Farbe nicht die Funktion beeinträchtigt. Aber von der Journalistin gedrängt, sagte man zu, Strafanzeige zu erstatten – und auch die Farbe beseitigen zu lassen, damit die Aktion „keine Nachahmer findet“.
Haben die keine anderen Probleme?
Ich wünsche mir viele NachahmerInnen – laßt die Stadt bunter werden! Oder wer mag dieses öde Grau??? Wahrscheinlich die, die auch die Betonhaufen im Kleinen Tiergarten mögen.

Begrünung der Lübecker Str.

na endlich! Bereits seit Jahrzehnten wurde immer mal wieder versucht, in dieser grauen Straße etwas Grün anzusiedeln. Die Holzkisten, die hier als zaghafter Versuch vor wenigen Jahren aufgestellt wurden, leiden bereits unter Altersschwäche. Und seitdem hat sich auch hier, wie in so vielen Straßen, das Parken in 2.Spur breit gemacht. Parkt man eben neben der Kiste….
Angesichts der drohenden Gefahr, dass sich bei Inbetriebnahme der neuen Shopping-Mall auf dem Schultheiß-Gelände  (die wievielste isses eigentlich in Berlin? die 84. oder 184.?)  die Lübecker Str. zum Zubringer zur Tiefgarage auf der Turmstr. entwickeln wird, kommt nun tatsächlich das Bezirksamt in die Gänge. Doch leider – alles viel zu spät. Die Planungen befinden sich noch im Anfangsstadium. Weiterlesen

mal wieder: Baumfällungen

Radfahren vs. Grün? So sehr es zu begrüßen ist, dass  mehr Fahrradrouten durch die Stadt geplant werden, sie sollten nicht zu Lasten des ohnehin kargen Grüns gehen!  Damit die AutofahrerInnen nicht umso ungehinderter dürch die Straßen preschen können, sollten Radstrecken dem Autoverkehr abgezweigt und lieber mehr als weniger Bäume, Sträucher und Grünflächen  (gar mit Blumen?) gepflanzt werden.
So hat sich eine Initiative gebildet, die sich gegen die Abholzungen am Schleswiger/ Holsteiner Ufer zugunsten einer Radstrecke zur Wehr setzen will. Heute, 12.3., um 18h gibt es dazu eine Diskussionsrunde mit der zuständigen Stadträtin, Sabine Weißler (Grüne!),  im Rathaus Tiergarten.

Wochen gegen Rassismus 10.-25.3.18

Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus finden in Moabit und Wedding wieder mehrere Veranstaltungen statt. In Moabit z.B.

Foto: Miriam Guterland/ Mahnmal Levetzowstr.

16.3. 16h Führung über den Deportationsweg vom Mahnmal für die  ehemalige Synagoge, Levetzowstr.7-8, zum ehem. Güterbahnhof
20.3., 17 – 19h im Transaidency, Rostocker Str. 35: Auswirkung von Rassismus…auf die psychische Entwicklung
23.3. um 16h im Rathaus, BVV-Saal: Miss Daisy und ihr Chauffeur. Film
23.3. um 20h im Afrika-Haus: Film mit anschließendem Gespräch über May Ayim – Wissenschaftlerin und Poetin – eine schwarze Deutsche
19. – 25.3.  jeden Abend Theater X, Wiclefstr.32: Lei (d)tkultur?! Nein, danke!
das ganze programm unter sie waren nachbarn
www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de

Lesung in der Regenbogenfabrik zum Thema Terrorismus

„Jenseits“

Yassin Musharbash präsentiert seinen Politthriller
Lesung und Diskussion, Fr., 16.3.18 | 20 Uhr | RegenbogenCafé

Yassin Musharbash, geboren 1975, hat jordanische und niedersächsische Vorfahren. Der studierte Arabist arbeitet als Schriftsteller und Journalist, derzeit als Terrorexperte im Investigativ-Ressort der Wochenzeitung DIE ZEIT.
Der Roman „Jenseits“, im September 2017 erschienen, ist sein zweiter Polit-Thriller. Weiterlesen

Berlin-Pass jetzt auch für WohngeldempfängerInnen

Manchmal gibt´s auch gute Neuigkeiten! Seit zehn Jahren kämpfe ich darum, daß alle armen Menschen – unabhängig von der Herkunft ihres Einkommens – den Berlin-Pass bekommen. Und nun hat der Senat beschlossen, dies ab 1.2.18 auch EmpfängerInnen von Wohngeld zu bewilligen. Das ist zwar noch nicht ganz zufriedenstellend (was machen die, die nur geringfügig darüberliegen?), aber immerhin schon für viele Menschen eine große Erleichterung. So besteht die Möglichkeit, ein Sozialticket zu erwerben und preisgünstig Zutritt zu vielen kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen zu erlangen.
Der Berlin-Pass kann beim jeweiligen Bürgeramt gegen Vorlage des Wohngeldbescheids beantragt werden. Da die Bearbeitung von Wohngeld erfahrungsgemäß immer mehrere Monate dauert, reicht auch der alte Bescheid, wenn dem Amt bereits ein Neuantrag vorliegt.
Und Ausweis + Passbild nicht vergessen!

Essen ist politisch!

Unter diesem Titel startet in diesem Jahr wieder die große Demo gegen die industrialisierte Agrarwirtschaft, für Erhaltung unserer Umwelt
am 20.1. um 11h vom Hauptbahnhof.
Sie will als Gegenveranstaltung zur Grünen Woche auf die Probleme hinweisen, die durch Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen entstehen: qualvolle Tierhaltung, giftbelastete Nahrungsmittel, Insekten- (v.a. Bienen-)sterben, Hunger, Kindersklavenarbeit….

www.wir-haben-es-satt.de

 

hohe Stickoxid-Belastung im Kleinen Tiergarten

Die Abendschau am 12.12.17 brachte einen eindringlichen Bericht über Messungen, die, im Auftrag des RBB von der TU im ganzen Stadtgebiet vorgenommen wurden. Dabei lag ausgerechnet der Kleine Tiergarten mit an der Spitze der belasteten Gebiete. Woran mag das wohl liegen?
Könnten die Ursachen darin liegen, daß massiv Büsche und Bäume abgeholzt wurden, die  Schutz bieten könnten, daß der Boden großflächig versiegelt wurde, so daß inzwischen weitere Bäume gefällt werden mußten, weil sie Schäden aufwiesen?
Und wie ist dann noch der Erholungswert einzuschätzen?

Abgasalarm: Stickoxidwerte in Berlin zu hoch