Archiv für den Monat: Mai 2018

Gentrifizierung – Film und Diskussion am 4.5.18

zu der Veranstaltung in der Zunftwirtschaft:
Bei gut gefülltem Saal sahen wir einen launigen Film über die „Sorgen“ eines gutbetuchten Menschen, der in allen möglichen Ländern Immobilien kauft. Dieser ist sicher noch einer von der harmlosen Sorte: er will damit kein Geld machen, sondern nur wohnen. Und er ironisiert sich dabei auch noch selber. Ansonsten preist er die Vorteile vertikalen Bauens (huh, Hochhausschluchten sind mir ein Graus, selbst wenn ich sie nur mit dem Fahrrad durchquere – z.B die Rudi-Dutschke-Str., in der  sich die Abgase stauen). Im ersten Teil des Films werden allerdings die Probleme von MieterInnen in Zürich, vergleichbar mit unseren, anschaulich dargestellt.
Interessant war für mich dann v.a. die anschließende Diskussion mit Andrej Holm, der zum Schluß seiner Hoffnung Ausdruck gab, daß Berlin sich zu einer mieterInnenfreundlichen Stadt entwickeln wird. Der Optimist…! Allerdings habe Berlin beim Bund einige Initiativen eingebracht zur Verbesserung der Situation, d.h. zur Begrenzung des Mietenanstiegs. Einige Bezirke nehmen auch bereits die Möglichkeit des Vorkaufsrechts in Anspruch. Dies geht jedoch nur in ausgewiesenen Milieuschutzgebieten.
Das mindeste wäre in meinen Augen, die ganze Berliner Innenstadt als Milieuschutzgebiet anzuerkennen!