Eine Treppe zum Underground

Bis zum 6. Mai 2018 erinnert die Akademie der Künste am Hanseatenweg mit einer Ausstellung und einem Aufführungsprogramm an improvisierte Jazz-Konzerte. Vor 50 Jahren konnte Peter Brötzmann nicht in der Philharmonie auftreten, weil seine Band keine vorgeschriebenen schwarzen Anzüge besaß. Die Akademie der Künste bot ihm dafür bis heute ihre Bühne. Die Musiker gründeten 1969 die FMP (Free Music Production) für die Konzerte und den Schallplattenvertrieb. Im damaligen Westberlin trafen sich internationale Künstler. Auch mit Osteuropäern gelang die Zusammenarbeit. Daher empfängt die Ausstellung mit einer reichen Dokumentation über den musikalischen Underground, die von Lodz übernommen wurde. Die FMP Präsentation war für das Münchner Haus der Kunst zusammengestellt worden. Die Sammlung umfaßt Plakate, Fotos, Briefe, Schallplatten-Covers, Videos und über Kopfhörer angebotene Aufnahmen. Dienstags ab 15 Uhr ist der Eintritt kostenlos.

 

tolle Poller an der Emdener Str.

Seit Jahrzehnten fordern sehbehinderte Menschen, daß die (häßlichen!) grauen Poller, die an vielen Stellen im Weg stehen, einen farblichen Anstrich bekommen, der sie besser sichtbar macht. Und nun haben Scherzbolde auf der Turm-/Ecke Emdener Str. etliche Poller und Fahrradbügel mit leuchtend buntem Anstrich verschönt. Also, mir gefällt´s.
Aber die Berliner Woche nahm daran Anstoß, verfaßte sogar einen empörten Leitartikel und befragte dazu das Bezirksamt.  Dort gab man sich zwar gelassen, da ja die Farbe nicht die Funktion beeinträchtigt. Aber von der Journalistin gedrängt, sagte man zu, Strafanzeige zu erstatten – und auch die Farbe beseitigen zu lassen, damit die Aktion “keine Nachahmer findet”.
Haben die keine anderen Probleme?
Ich wünsche mir viele NachahmerInnen – laßt die Stadt bunter werden! Oder wer mag dieses öde Grau??? Wahrscheinlich die, die auch die Betonhaufen im Kleinen Tiergarten mögen.

Begrünung der Lübecker Str.

na endlich! Bereits seit Jahrzehnten wurde immer mal wieder versucht, in dieser grauen Straße etwas Grün anzusiedeln. Die Holzkisten, die hier als zaghafter Versuch vor wenigen Jahren aufgestellt wurden, leiden bereits unter Altersschwäche. Und seitdem hat sich auch hier, wie in so vielen Straßen, das Parken in 2.Spur breit gemacht. Parkt man eben neben der Kiste….
Angesichts der drohenden Gefahr, dass sich bei Inbetriebnahme der neuen Shopping-Mall auf dem Schultheiß-Gelände  (die wievielste isses eigentlich in Berlin? die 84. oder 184.?)  die Lübecker Str. zum Zubringer zur Tiefgarage auf der Turmstr. entwickeln wird, kommt nun tatsächlich das Bezirksamt in die Gänge. Doch leider – alles viel zu spät. Die Planungen befinden sich noch im Anfangsstadium. Weiterlesen

mal wieder: Baumfällungen

Radfahren vs. Grün? So sehr es zu begrüßen ist, dass  mehr Fahrradrouten durch die Stadt geplant werden, sie sollten nicht zu Lasten des ohnehin kargen Grüns gehen!  Damit die AutofahrerInnen nicht umso ungehinderter dürch die Straßen preschen können, sollten Radstrecken dem Autoverkehr abgezweigt und lieber mehr als weniger Bäume, Sträucher und Grünflächen  (gar mit Blumen?) gepflanzt werden.
So hat sich eine Initiative gebildet, die sich gegen die Abholzungen am Schleswiger/ Holsteiner Ufer zugunsten einer Radstrecke zur Wehr setzen will. Heute, 12.3., um 18h gibt es dazu eine Diskussionsrunde mit der zuständigen Stadträtin, Sabine Weißler (Grüne!),  im Rathaus Tiergarten.

Ausflug ins FHXBFriedrichshain-Kreuzberg Museum

Foto: Siesta commons

Die Freizeitgruppe des Moabiter Ratschlag lädt Sie ein:
Am 29.03.2018 besuchen wir das “FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum”,
Adalbertstraße 95 a,10999 Berlin.
Der Eintritt ist frei.
Wir treffen uns um 12,30 Uhr im Stadtschlosstreff Rostocker Str. 32 b, 10553 Berlin.
Bitte anmelden : Tel.  3908112-2
E-Mail: info@moabiter-ratschlag.de
www.moabiter-ratschlag.de

Wir freuen uns auf Sie!

Wochen gegen Rassismus 10.-25.3.18

Im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus finden in Moabit und Wedding wieder mehrere Veranstaltungen statt. In Moabit z.B.

Foto: Miriam Guterland/ Mahnmal Levetzowstr.

16.3. 16h Führung über den Deportationsweg vom Mahnmal für die  ehemalige Synagoge, Levetzowstr.7-8, zum ehem. Güterbahnhof
20.3., 17 – 19h im Transaidency, Rostocker Str. 35: Auswirkung von Rassismus…auf die psychische Entwicklung
23.3. um 16h im Rathaus, BVV-Saal: Miss Daisy und ihr Chauffeur. Film
23.3. um 20h im Afrika-Haus: Film mit anschließendem Gespräch über May Ayim – Wissenschaftlerin und Poetin – eine schwarze Deutsche
19. – 25.3.  jeden Abend Theater X, Wiclefstr.32: Lei (d)tkultur?! Nein, danke!
das ganze programm unter sie waren nachbarn
www.internationale-wochen-gegen-rassismus.de

Lesung in der Regenbogenfabrik zum Thema Terrorismus

“Jenseits”

Yassin Musharbash präsentiert seinen Politthriller
Lesung und Diskussion, Fr., 16.3.18 | 20 Uhr | RegenbogenCafé

Yassin Musharbash, geboren 1975, hat jordanische und niedersächsische Vorfahren. Der studierte Arabist arbeitet als Schriftsteller und Journalist, derzeit als Terrorexperte im Investigativ-Ressort der Wochenzeitung DIE ZEIT.
Der Roman „Jenseits“, im September 2017 erschienen, ist sein zweiter Polit-Thriller. Weiterlesen

Das Meerbaumhaus in Siegmunds Hof

Es liegt nur 500 m vom Hansaplatz entfernt. Das Meerbaum-Haus in Siegmunds Hof 20 ist ein wunderschöner Ort der Begegnung, Bildung und Kultur für alle. Die 1898 erbaute Stadtvilla wurde 1950 von den ehemaligen Besitzern, der Familie Hartmann,  der ev. Kaiser-Friedrich-Gedächtnis Gemeinde geschenkt. Heute gehört es zur fusionierten Kirchengemeinde Tiergarten, die es als Nachbarschafts- und Familienzentrum betreibt. Kürzlich ist das Meerbaum-Haus dem Verbund für Nachbarschaft und Selbsthilfe in Moabit  beigetreten.
Man kann beispielsweise dort am Dienstag Mittag preiswert in netter Gesellschaft essen, es gibt Konzerte und Ausstellungen, ich mache seit Jahren beim Töpfertreff mit und möchte deshalb hier besonders für diesen werben!
Mehr unter:
https://www.meerbaumhaus.de/

Wer hat Vorschläge für den Klara-Franke-Preis? Wer kennt ihn noch nicht?

Klara Franke

Der Verbund für “Nachbarschaft und Selbsthilfe Moabit” lobt den “Klara-Franke-Preis” für Bürgerengagement in Berlin-Moabit aus. Zum elften Mal sollen mit diesem Preis Moabiter Menschen geehrt werden, die sich ehrenamtlich für ihren Stadtteil engagieren.
Die Preisverleihung wird beim Fest am Klara-Franke-Tag am Sonntag, 11.März 2018, ab 16 Uhr in der Dorotheenstädtischen Buchhadlung, Turmstraße 5 stattfinden. Der Preis wird eher symbolischen Charakter haben: eine nette mit dem Stadtteil Moabit zusammenhängende Überraschung.
Man kann auch erst mal an der Preisverleihung teilnehmen und sich fürs nächste Jahr einen Vorschlag überlegen!

Vorschläge werden jetzt (bis Mitte Februar) entgegengenommen.
Einzelheiten im Folgenden:
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Berlin-Pass jetzt auch für WohngeldempfängerInnen

Manchmal gibt´s auch gute Neuigkeiten! Seit zehn Jahren kämpfe ich darum, daß alle armen Menschen – unabhängig von der Herkunft ihres Einkommens – den Berlin-Pass bekommen. Und nun hat der Senat beschlossen, dies ab 1.2.18 auch EmpfängerInnen von Wohngeld zu bewilligen. Das ist zwar noch nicht ganz zufriedenstellend (was machen die, die nur geringfügig darüberliegen?), aber immerhin schon für viele Menschen eine große Erleichterung. So besteht die Möglichkeit, ein Sozialticket zu erwerben und preisgünstig Zutritt zu vielen kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen zu erlangen.
Der Berlin-Pass kann beim jeweiligen Bürgeramt gegen Vorlage des Wohngeldbescheids beantragt werden. Da die Bearbeitung von Wohngeld erfahrungsgemäß immer mehrere Monate dauert, reicht auch der alte Bescheid, wenn dem Amt bereits ein Neuantrag vorliegt.
Und Ausweis + Passbild nicht vergessen!